Samstag, 28. August 2010

Macarons


Im Juli waren wir bei einer Freundin zum Geburtstag eingeladen.



Sie ist so ein Exemplar welches man sicherlich kennt. Bei der Frage: „Gibt es etwas was du dir wünschst?“ Kam der altbekannte Satz: „Nein, Hauptsache ihr kommt!“


Ich finde nichts schlimmer als solch einen Satz. Naja gut, also musste ich mir was einfallen lassen.


Vor einiger Zeit habe ich auf einer tollen Seite etwas gefunden, was mit spontan zusagte, als ich mich wieder daran erinnerte.


Marcarons, die süße französische Verführung.


Zuerst haben sie mich etwas an unsere deutschen Deckelplätzchen zu Weihnachten erinnert, aber sie schmecken ganz anders. Da war ich froh, dass ich zwei versuche für meine Kreationen gebraucht habe. So konnte ich den ersten Versuch mit meinem Mann „vernaschen“ :D.


Das Rezept habe ich einmal von hier und einmal von hier. Im Prinzip sind sie sehr ähnlich doch das zweite gelingt einfach besser. Aber in einem Punkt sind beide Rezepte zu 100% identisch: Man muss ganz genau auf die Eiweißmenge achten und dieses auch ganz genau abwiegen, sonst geht es schief.


So hier nun mal das Rezept:

Macarons à la française
(Originalrezept von www.mytartelette.com)


Zutaten für ca 30–40 Macaronhälften


90 g Eiweiss (3 Eier)
1 Prise Salz
30 g Kristallzucker
200 g Puderzucker
110g gemahlene Mandeln


Lebensmittelfarbe in Pulverform*


* wer flüssige Lebensmittelfarbe verwenden will, gibt die Farbe zu den gemahlenen Mandeln, lässt dies einige Stunden trocknen und mahlt sie
anschliessend fein, denn schon die kleinste Menge Flüssigkeit kann das Experiment jäh beenden.

Zubereitung


1. die gemahlenen Mandeln mit dem Blitzhacker oder der Küchenmaschine so fein wie möglich mahlen und durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.

2. Puderzucker und ein ganzes Röhrchen Lebensmittelfarbe dazugeben, mischen.

3. Eiweiss mit einer Prise Salz nicht ganz steif schlagen, 30 g Kristallzucker langsam einrieseln lassen und weiter schlagen. Der Zucker soll ganz aufgelöst sein und wenn man das Messer durch den Eischnee zieht, soll der Schnitt sichtbar bleiben.

4. Abwechslungsweise Löffel für Löffel mit dem Spachtel Eischnee mit der Mandel-Puderzucker-Masse sehr sachte unterziehen. Die Masse muss glänzen und sollte eine Konsistenz von dickflüssiger Lava aufweisen. Sie soll ganz langsam vom Spachtel laufen.

5. 3 Backbleche vorbereiten: Backblech umdrehen (so kann man das Blechrein nach dem Backen besser vom Blech ziehen), auf dem Blech kleine Punkte der Masse in die Ecken geben, darauf das Blechrein festkleben. Das verhindert im Umluftbackofen das Flattern des Papiers. Anstelle von Ankleben, kann man das Papier auch mit Messern beschweren. Oder Backblech mit Silikonmatte belegen.

6. Die Masse in einen Dressiersack mit einfacher runder Tülle füllen und möglichst regelmässig und mit ca. 3 cm Durchmesser auf das Blech spritzen. Allfällige Falten im Papier umgehen, die Schalen werden ansonsten krumm. Ist mir hier nämlich passiert!

7. Die Bleche für 45 Minuten stehen lassen, die Macarons antrocknen lassen (kein Durchzug!)

8. Den Backofen auf 140°C Umluft vorheizen.

9. Umluft-Ofen: alle drei Bleche hineinschieben und 15 Minuten backen/trocknen lassen. ! Wecker stellen ! Gas-Ofen: nur ein Blech auf der obersten Rille einschieben.

10. Vor dem Backofenfenster Stellung beziehen und gespannt durch die Scheibe gucken. Das Herz hüpft, wenn die Macarons aufgehen und Füsschen bekommen.



11. Die Bleche aus dem Ofen nehmen und die Macarons mit dem Papier vom Blech ziehen, Blech leicht befeuchten, Macarons mit dem Papier zurück auf das Blech ziehen damit die Feuchtigkeit aufgesogen werden kann (so lösen sich die Macarons anschliessend ganz locker vom Papier).



12. Die Schalen auskühlen lassen, vom Papier nehmen und in eine gut verschliessbare Box legen.

13. 48 Stunden im Kühlschrank oder an einem kühlen Raum ruhen lassen (so wird der Kern weich und geschmeidig und aussen bleibt die Schale knusprig).

Da diese wunderbaren Köstlichkeiten immer mit interessanten und leckeren Dingen gefüllt werden habe ich mir ein paar verschiedene Rezepte zusammen gesucht.

Hier mal meine Füllungen:

Pistazien-Ganache:

50g weiße Schikolade
12g warme Sahne
ein paar gehackte Pistazien
  • Schokolade erwärmen und somit langsam verflüssigen
  • Sahne hinzugeben
  • diese Masse solange rühren, bis die homogen geworden ist
  • zum Schluss kommen noch die Pistazien dazu

die grüne Version

Salzbutter-Karamell:

120g Zucker
40g Butter
180g Creme fraiche
1TL Salz
  • Den Zucker in einem Topf langsam zu Karamell schmelzen lassen.
  • !VORSICHT: Es darf nicht zu dunken werden, denn sonst wird es bitter !
  • Dann den Topf vom Herd nehmen und die Butter Stück für Stück einrühren, bis ein cremiges Karamell entsteht
  • 1TL Salz hinzugeben
  • zu guter letzt wird nun die Creme fraiche in zwei Protionen untergerührt.
  • Jetzt alles nochmal für 3min. köcheln lassen und alles in Gläser füllen
  • Das ganze hält sich 1 Monat



Vailchen-Creme:

200ml Milch
20g Speisestärke
100ml Vailchen Sirup
1 Messerspitze Lila Lebensmittelfarbe
  • die Speisestärke mit etwas Milch verrühren
  • die restliche Milch in einem Topf erhitzen - !!! NICHT KOCHEN !!! und die Speisestärke mit dem Sirup hinzugeben
  • Nun das Ganze 5min. leicht erhitzen und weiter rühren bis es schön cremig wird.
  • Zu letzt wird die farbe hinzugeben und alles in Gläser gefüllt



Himbeer-Buttercreme:

120g Butter
20g Puderzucker
80g Himbeergelee
  • Butter, Zucker und das Gelee mit dem Mixer dicklich, cremig aufschlagen. FERTIG!!!

die gelbe Version
Vollmich-Preiselbeer-Ganache:

hier habe ich es mir einfach gemacht. Ich habe einfach das Rezpet von der Piztazien-Ganache abgewandelt und einfach von Lindt o.g. Schokolade gekauft ;).



die braune Version

Ich habe diese Füllungen einen Tag vor der "Vereinigung" von Macaron und leckeres Inneres hergestellt.

Dann einfach die Macarons nehmen und die Füllung auf eine Seite etwas verteilen und die zweite Hälfte des macaons vorsichtig darauf drehen, soe verteilt sich die Creme besser und das typische äußere Erscheinungsbild entsteht.

Ich habe zwei Anläufe gebraucht und auch der zweite Anlauf ist noch kein Kunstwerk, aber diese süßen kleinen Dinger haben es mir angetan, das bestimmt noch viele weitere Bleche folgen werden. und ich denke Übung macht dem Meister.

Bis bald,

Eure Bianka

Kommentare:

LinkWithin

Related Posts with Thumbnails